02.09.2017 Höhlenkapellen über Kalithea – Ag. Isodoro und Varsamos (Tour 26 kombiniert mit Tour 20)

Die Nacht von Freitag auf Samstag war überraschend frisch. Der Herbst kündigte sich mit kühlen 18 Grad an.

Der lange Weg zur Taverne in Kalithea führte uns zuerst den schönen alten Kalderimi-Rest hoch, durch die aus der Ferne unüberwindlich aussehende Klippe zur Ag. Pandeleimonas Kapelle.

Der Einstieg vom für Fahrzeuge inzwischen unpassierbaren Fahrweg zur Wasserversorgung ist nicht besser geworden, obwohl der Pfad nun bei Open-Street-Map verzeichnet ist.

Die Pandeleimonas Kapelle ist aber wieder schön herausgeputzt worden.

Danach besuchten wir, wie in jedem Urlaub hier, die beiden Höhlenkapellen hoch über Kalithea. Besonders die obere bietet einen herrlichen Ausblick (und eine interessante Höhle…)

Hier oben sind die Herbstboten pünktlich:

Es folgte der sehr lange Abstieg über Drakei zum Bootsbau-Örtchen Ag. Isodoro und zum hübsch gelegenen Varsamos Strand zum Sonnenuntergang.

Leider ist der Einstieg zur Abkürzung hinunter zur Ag. Isodoro wieder einmal irgendwelchen Arbeiten zum Opfer gefallen. Es ist bestürzend, wie wenig Ahnung die Menschen hier von den alten Ortsverbindungen haben. Hätten wir den Weg nicht gekannt, hätten wir ihn garantiert nicht mehr gefunden, auch wenn er im weiteren Verlauf erst in diesem Jahr frisch ausgeschnitten wurde – aber das wurde sicherlich nicht von demjenigen gemacht, der den Eingang zugeschmissen hat.

Nun arbeiteten wir uns nur noch im Dunkeln wieder hoch nach Kalithea, wo wir endlich zur wohlverdienten Rast in der Taverne einkehren konnten…

01.09.2017 Kyriakou – Schluchtausblick (Tour 31)

Heute wieder eine etwas abenteuerliche Tour. Wenn man das wie wir ein paar Jahre nicht gemacht hat, sind die beiden Wegverbindungen gar nicht so einfach zu schaffen. Aber mit ein paar Schrammen klappt auch das schwierige Stück am Ende mit dem „Durchschlupf“ zum Schotterweg nach Pagondas. Auf jeden Fall sind lange Hosen und ein gut eingestelltes GPS am Smartphone zu empfehlen.

Unterwegs wurden wir wieder vom „grimmigen alten Mann“ mit dem dicken Militärjeep, der oberhalb von Ireon zwischen Kyriakou und Pagondas wohnt (ich denke jeder kennt ihn, der da oben mal unterwegs war ;-)), ausgefragt und am Kyriakou-Strand konnte er es sich zudem nicht verkneifen uns und andere Touris (die kommen da schon jahrelang mit dem Jeep von Ireon aus hin) zu belehren, dass man nicht am Stand übernachten darf…

Nachfolgend die Bilder vom Tag.

Zuerst sind wir auf dem Weg nach Pagondas noch in Spartharei bei der unvollendeten Kapelle vorbei:

Dann gings los in Pagondas:

Bald mit Blick auf die fruchtbare Ebene zwischen Ireon und Chora bis in die Türkei.

Der Weg wir nicht langweilig, denn schon bald kommt der Einschnitt der nach Kyriakou führt ins Blickfeld.

Es lohnt noch in die kleine, westlich gelegene Nachbarbucht zu klettern.

Hat man den Aufstieg Geschäft und die kleine Wegschneiße gefunden, ist der Blick in die große Schlucht ein sehr schöner Rastplatz.

Bevor dann hinter der Kapelle auf dem kleinen Hügel der kurze aber sehr anspruchsvolle Teil des Weges anfängt. Von hier muss man sich den zugewucherten Olivenhain hoch, oben den kleinen Duchschlupf in eine ebenfalls zugewucherte Ebene und dort den Durchgang zum Schotterweganfang suchen. Dazu sollte man viel Zeit und Nerven einplanen. Zudem muss man kratzfest sein. Ich habe hier auch keine neuen Bilder gemacht, weil ich so genervt war und man wahrscheinlich nur Stachelige Büsche ohne Wiedererkennungswert gesehen hätte.

Danach folgt man nur noch einfachen Schotterwegen bis nach Pagondas. Auf einer Lichtung hatte ein Weinbauer seine schon ausgepressten Trauben für den nächsten Souma ausgebreitet – sicher eine bessere Idee als auf irgendeiner Straße.

Pagondas ist auch ein schöner Anblick wenn es finster ist.

Das war ein ausgefüllte Tag und wir waren froh erfolgreich zum Auto gekommen zu sein.

31.08.2017 Platanos – „Weintrauben-Kapelle“ (Tour 50)

Diese Tour ist auch ein solches Highlight unseres Wanderurlaubs auf dieser schönen Insel. Heute zur Abwechslung mal nicht schwierig zu finden. Warum ich sie hier noch nicht veröffentlicht habe, nachdem sie nun so gut funktioniert weiß ich eigentlich auch nicht.

Da wir diese Tour jedes Jahr laufen brauche ich ja nicht mehr viel zu schreiben, sondern füge hier nur ein paar Bilder vom Tag an:

Die Waschmaschine im Nirgendwo ist jedesmal wieder schön:

Die Bauern legen die Nektar Trauben nach der Ernte noch einige Tage in die Sonne, damit sie noch süßer werden – das kann man natürlich nur wo keine Touris vorbei kommen die alles weg fressen… 😉

Diese Kapelle ist für uns immer der erste Rastplatz:

Diese Kapelle ist die „Weintrauben-Kapelle“. Eigentlich recht unscheinbar, aber am Vorplatz wachsen Trauben wie im Schlaraffenland.

Uns ist bewusst, dass das Privatbesitz ist, genießen nur die friedliche Stille und klauen keine Trauben in großem Stil. Jetzt weiß ich auch wieder warum ich die Tour nicht veröffentlicht habe… Falls der Massentourismus hier Einzug hält und sich die Besucher aufführen als ob ihnen das alles gehört, ist es nämlich auch hier ganz schnell aus mit der Idylle und der Zugang abgesperrt… Das möchte ich nicht riskieren.

Hier ist dann der Einstieg in einen mit EU-Fördergeldern restaurierten Kalderimi. Leider hat man „vergessen“ den Zugang zu machen und ihn in irgendwelchen Karten einzuzeichnen… So schlummert er vor sich hin und wird bald wieder vergessen sein… So versickert viel Geld – traurige Realität hier auf der Insel.

Kurz vor Platanos ist der Blick nach Westen bei Sonnenuntergang sehr beeindruckend.

30.08.2017 Ydroussa Wald Kapellen (Tour 36)

Die Wanderung in den Wald hoch über Idroussa ist ganz besonders spannend für uns. Wir haben uns in jahrelanger, frustrierender Kleinarbeit selbst eine Verbindung bestehend aus alten, längst vergessenen Pfaden zusammengesucht. Aufgrund der Lage zwischen den Bergen und im Wald ist auch das GPS nicht so genau wie nötig, so dass man, wenn man die Tour nicht öfters als ein- bis zweimal im Jahr macht, jedesmal wieder vor großen Fragezeichen steht.

Mit dem heutigen Tag haben wir es aber schon zweimal einigermaßen flüssig geschafft, so dass ich sie demnächst hier für abenteuerlustige veröffentlichen werde. Ich übernehme aber keine Gewähr. Wenn man das versuchen will, ist es ein tolles Erlebnis, aber es kann auch schief gehen, wie bei uns früher schon mehrfach passiert, und man muss zwei, drei Stunden im Stockfinsteren die Schotterstraße nach Idroussa laufen, weil man zu lange mit der Wegsuche beschäftigt war, oder mit den Dornen gekämpft hat…

Trinkwasser gab es bisher immer bei der Quelle Petaloudes, gleich am Anfang

und am vermeintlichen Wegende, oben im Wald bei dieser Kapelle:

Von hier aus sieht man durch die Blätter auch unser Ziel, die Kapelle am anderen Hügel, die zwar zum Greifen nah erscheint, aber von hier aus mindestens 2,5 Stunden entfernt ist…

Es lohnt auf jeden Fall früh zu starten, denn der Staubstraßenaufstieg bis in den Wald bei ca. 700 Höhenmeter kann schon sehr schweißtreibend werden. Außerdem kommt man so früh genug wieder aus dem Wald raus für den Abstieg nach Ydroussa und kann nochmal den genialen Ausblick über die fruchtbare Ebene zum Kerkis und in das Tal hinter Platanos genießen.

Wie man am Sonnenstand sieht, waren auch wir das letzte Stück im Dunkeln unterwegs. Um das einigermaßen ohne gebrochene Füße zu überstehen ist eine funktionierende Taschenlampe pro Person für uns Pflicht – selbst im Hochsommer!

Von der Kapelle mit der großen Platane und dem Trinkwasser geht der Schotterweg entgegen der Karten noch ein ganz großes Stück weiter, endet dann aber plötzlich. Dort muss man links gerade den Berg hoch, bis man auf alte Pfadspuren nach rechts trifft. Diese sind erstmal nicht ganz einfach zu folgen, werden nach der nächsten Talumrundung aber etwas deutlicher. Schließlich kommt man bei einer Wasserfassung heraus und trifft wenn man das Flußbett weiter hoch geht auf einen alten Fahrweg (nicht mehr befahrbar) rechts nach oben. Nach einigen Serpentinen kommt man oben zu einer großen Lichtung mit vielen Bienenhäusern. Dort muss man auf der linken Seite an den Bienenhäusern entlang, gerade in den Wald hinein. Hier wird es etwas schwierig, denn man tendiert dazu, viel zu früh links in das Tal abzusteigen, was jedoch komplett falsch ist. Wenn man dem Track folgt (und dem GPS vertraut) kommt man an einem Talende an eine Wasserleitung die zum Ziel, der Zoodochou Pigis Kapelle auf dem Hügel führt.

Hier noch einige Bilder zum Weg:

Von dort kann man auf großen Schotterwegen, noch sehr lange durch den Wald bis zum langen Abstieg nach Ydroussa laufen. Unterwegs lohnt noch einen kleinen Abstecher zu dieser Kapelle, die ganz ungewöhnlich ihren Eingang an der Seite hat.

Nach erfolgreicher Tour bietet sich ein Besuch der netten Taverne am Sportplatz von Ydroussa an. Dort auf der Terrasse hat man einen tollen Ausblick auf Kerkis und Karlovasi.

29.08.2017 Klima, Ag. Eleimona und neuer Wanderweg

Ganz ohne Anreise lässt sich diese Wanderung für uns von der Haustüre aus starten. Für alle anderen stehen am „Dorfplatz“, bei den Mülltonnen Parkplätze zur Verfügung. Auf dem ersten Stück des Weges, bis auf den Pass in Richtung Taverne „End of the World“ hat man eine wundervolle Aussicht auf Ag. Kyriaki und den Kerkis im Rücken, danach beeindruckt der Ausblick auf die Südwestküste.

Man folgt die ganze Zeit, bis zum Abzweig zur Taverne den vor einiger Zeit angebrachten rosa-Punkten. Ab dem Pass ist es wieder ein größerer Schotterweg.

An dem Abzweig nach rechts (links geht es zur Taverne von Andreas), der zur Klima-Bucht führt, hat irgend ein Scherzkeks eine Kette mit Vorhängeschloss angebracht. Das ist zwar nicht schön, doch so fahren wenigstens keine Autos mehr bis hinter.

Das Baden in der kleinen Bucht war herrlich wie immer und der dortige Müll hielt sich auch in Grenzen.

Der im letzten Jahr wieder neu hergestellte alte Weg weiter bis zum inzwischen verlassenen Eleimona Kloster hat den Winter gut überstanden und ist zumindest in diese Richtung, mit ein wenig Trittsicherheit ausgestattet, machbar. Wer in die Klima-Bucht runter kommt, kann den Weg auch weiter gehen – schlechter wirds nicht mehr. Dafür ist die Aussicht vom Weg ganz hervorragend:

Am Eleimona Kloster waren wir reichlich erstaunt, als wir einen neuen Wegweiser in lateinischen Buchstaben nach Ag. Kyriaki sahen. Wir waren so überrascht, dass wir vor lauter Forscherdrang ganz vergessen haben das Kloster, den Klosterstrand und die gleich danach folgende sehr hübsche Badetuch (in die auch ein Ausflugsboot fährt) zu besuchen… Das nächste Mal passiert uns das nicht – aber nachdem wir sicher waren, dass der neue Weg auch weiter führt waren wir schon wieder so weit oben, dass keiner mehr Lust hatte nochmal runter zu laufen.

Der Weg ist perfekt ausgeputzt, folgt der kleinen Schlucht und hat einen Abzweig nach Paleochori, den wir aber nicht ausprobiert haben.

Für dieses Gebiet, durch den der Weg führt, gibt es auf keiner uns bisher bekannten Karte Wege oder Schotterstraßen. Ich hoffe, dieser Weg wird bald bei Open-Street-Map eingepflegt, ansonsten muss ich das machen. Einfach toll, was hier geleistet wurde.

Der Ausstieg oben auf den nächsten Schotterweg in Richtung Ag. Kyriaki ist bei einem alten Haus. Dort kann man nicht ahnen, dass ein Weg weiter führt. Anders herum hätten wir den nie gefunden.

Nun ist es nicht mehr weit auf den bekannten Schotterwege mit Blick auf die Schlucht und das Kerkis-Massiv ins Dorf hinein.

Im Gegensatz zu dem langen Schotterweg vom Kloster aus, an Paleochori vorbei zum Straßenpass mit gleichnamiger (Ag. Kyriaki) Kapelle und dann wieder runter über den Feuerwehrausblick, ist das eine wunderschöne Alternative.

28.08.2017 Psili Ammos Ost

Unsere „neue“ Tour 8, geht von der Abzweigung Glifo erst ein ganzes Stück Straße zurück bis man bei dem ein paar Jahre fehlenden, jetzt aber wieder montierten Spiegel, links auf einen Schotterweg abbiegt.

Dieser Weg endet scheinbar an einem großen Betonwasserspeicher. Dahinter, halblinks setzen sich aber überwiegend durch Ziegen erstellte Trampelpfade fort, die den Südhang zu einem größeren Ziegenstall hinab führen und schließlich auf einen Schotterweg treffen, den man rechts an dieser Kapelle vorbei folgt:

Dieser Weg verliert sich später auch. Wenn man unserem „neuen“ Track folgt, kommt man aber gut an den paar Häusern vorbei im großen Bogen wieder auf den großen Schotterweg zu Psili Ammos.

Am Wegrand trafen wir zwischendurch noch eine imposante Schrecke:

Die bald sichtbare Flamingo-Lagune ist zu dieser Jahreszeit natürlich längst ausgetrocknet.

Kurz darauf kommt die kleine Siedlung am Psili Ammos Strand mit den hässlichen Ferienhäusern in Sicht.

Auch wenn der Strand durch die dominante kleinasiatische Küste, mit ihren hohen Bergen, landschaftlich recht reizvoll liegt, bin ich nach dem Baden immer froh, wenn ich den gut touristisch vermarkteten Ort über den Hinterausgang wieder verlassen kann…

…und anstatt der vielen Menschen nur noch Natur zu sehen ist.

An der Küste bis zu Klima gibt es noch einige schöne Buchten, die, wenn man genügend Zeit mitbringen würde, einen Besuch lohnten.

Vom vor vielen Jahren schon angekündigten Luxus-Resort „Halcyon Hills“ bei Klima fehlt glücklicherweise noch immer jede Spur. Es ist zur Zeit auch nur schwer vorstellbar, dass die Insel noch mehr Touristen vertragen könnte…

Wir können so auf dem weiteren Weg zu unserem Parkplatz die zum größten Teil noch unverbaute Küste genießen.

27.08.2017 Steinbruch und Neochori

Heute spekulierte ich auf das offene Kafenio in Neochori. Deswegen unternahmen wir die Tour 28 um den großen Steinbruch herum.

Es funktionierte! Ich bekam meinen Souma und mein Bier! Klasse, ganz ohne Touris (bis auf uns…)

Dazu noch die wunderschöne Tour, erst durch die vielen Olivenbäume und dann noch in den Kiefernwald hinter dem Steinbruch – einfach schön!

Kurios war heute nur das professionelle Wanderwegschild an unserer Ausgangspunkt-Kapelle (wir haben es danach nur noch einmal hinter Neochori entdeckt und sonst nicht mehr):

… und dann noch das tolle Schrottauto am Ende:

Der Rest hier in Bildern – wir haben natürlich wieder viele Kapellen besucht (und nicht alle nochmal fotografiert) – leider sind in dieser Gegend viel verschlossen:

26.08.2017 Denkmal am Pass und Kakoperato

Der Besuch des „schlechten Durchgangs“, wie die Kapelle hinter dem Kakoperato-Kloster aufgrund ihrer etwas komplizierten Zugangsverhältnisse genannt wird, ist Jahr für Jahr ein Höhepunkt unserer Wandertouren auf der Insel.

Kompliziert ist schon gleich zu Beginn das eingeschränkte Parkplatzangebot in Kosmadei, dem Startpunkt der Wanderung.

Hat man das mal geschafft, ist der weiter Weg nicht besonders schwierig, wenn man dem Track folgt.

An dieser Kapelle legen wir immer noch einen kurzen Stopp ein, wandern dann noch etwas bergan auf dem Staubweg, an der bekannten Aussicht auf das Kerkis-Massiv vorbei und bald rechts auf den kleinen Weg in Richtung Denkmal am Pass.

Recht schnell ist man auf dem Pfad im Waldbrandgebiet von 2010, welches einem fast bis zum Kloster nun begleitet. Viel ist von dem ehemals dichten Wald da oben nicht übrig geblieben und es ist auch recht traurig, dass aufgrund von Wind, Wetter und den unzähligen Ziegenfüßen so schnell nichts größeres mehr wachsen wird.

Hier gibt es, wie im letzten Jahr schon, wieder viele videoüberwachte Bienen – zumindest heucheln die Schilder sowas. Wäre ich eine Biene würde ich mich sofort beim Datenschutzbeauftragten der griechischen Regierung in Athen beschweren, falls es den überhaupt gibt… 😉

Erst kurz vor dem Kloster kommt der Wald wieder zurück:

Dort ist natürlich der kurze Kletterabstecher zur Kapelle „zum schlechten Durchgang“ Pflicht!

Das erste Mal in unserer 11 jährigen Serie sind uns hier Menschen begegnet – und gleich zwei, voneinander unabhängige Grüppchen junger, griechischer Touristen – unglaublich. Das stellten wir in diesem Jahr schon überall auf der Insel fest. So viele griechische Touristen hatten wir hier noch nie gesehen – war die Insel doch bisher immer fest in der Hand der Ausländer aus Deutschland, Österreich, Niederlande, Skandinavien usw. so ist es doch schön, dass auch die Griechen selbst ihre wunderschönen Gegenden schätzen lernen.

Beim Kloster gab es dann noch eine kleine Stärkung für uns aus dem Rucksack, so dass der Rückweg mit der guten Aussicht sehr kurz erschien.

25.08.2017 Fangri (Tour 23)

Missgunst und Zwietracht – die alten griechischen Lebensweisheiten… Manchmal könnte ich darüber verzweifeln – aber bei uns gibt es ja auch viele Kleingeister und ich kenne ja nicht die ganze Geschichte.

Leider wurde wieder mal ein Weg versperrt. Die paar Wanderer, die ihn im Jahr benutzen waren wohl zu viel.

Am Wasserbecken gleich hinter der Haralambos Kapelle geht eigentlich der Pfad rechts bergab ein paar Meter durch die Gärten. Jetzt fanden wir dort eine fein, säuberlich, mehrfach am benachbarten Gebüsch festgebundene Absperrung vor.

Ich weiß nicht was war, vielleicht haben sich auch ein paar Touristen aufgeführt als ob ihnen das mühsam angebaute Obst und Gemüse gehört, oder trampelten im Pfadsuchrausch alles kurz und klein. Aber nach allem was ich die letzten 11 Jahre hier erlebt oder erzählt bekommen habe, ist die wahrscheinlichste Variante, dass dem Bauern die drei Leute, die seinen Pfad widerrechtlich, zu ihrem Vergnügungen benutzen, einfach ein Dorn im Auge waren. Schließlich können die auch den öden Schotterweg gehen. Man streitet hier ja gern und gönnt dem anderen nichts, auch wenns einem selbst nichts bringt, oder wie in diesem Fall eher umständlich ist.

Aber gut, so sind wir eben die eine Serpentine wieder hoch und den vor ein paar Jahren frisch geschobenen, oberhalb der beiden Kapellen vorbeiführenden, Schotterweg gelaufen. Auf den trifft man kurz vor seinem Ende sowieso wieder auf der alten Strecke. Das ist zwar nicht so schön und spannend, aber dafür schneller und nicht kratzig.

Kommt man von oben geht es hier rechts runter zu den Kapellen und links dann den im Olivenhain endenden Schotterweg weiter.

Der Rest der Tour war dann schön wie immer.

Katsouni, Fangri und Plaka sind immer eine ausgiebige Rast wert.

Vor allem in Fangri stromern wir lange umher.

Im Abendlicht und bei Sonnenuntergang dann von Plaka hoch zum Auto ist dann hier im äußersten Westen jedesmal besonders schön.

24.08.2017 Schon wieder ausruhen…

Heute war nix mit Wandern, gar nix… Schade eigentlich.