Streckenbildübersichten funktionieren wieder

Nachdem Google die Picasa-Webalben leider eingestellt hatte, funktionierten die Links zu den Streckenbilderübersichten nicht mehr. Heute habe ich sie auf Google-Fotos umgestellt, so dass man sie wieder anschauen kann.

09.09.2016 – Vergebliche Wegsuche 

Der Weg war das Ziel. Vorerst ist unser Versuch aber gestern gescheitert einen Rundweg über die Ag. Marina Kapelle unterhalb des Lazarus zu finden. Irgendwann brachen wir nach ewigem auf und ab unser Vorhaben ab und teilten uns auf, Kerstin ging zurück zum Auto suchte dort noch erfolgreich einen Cache und wir beide gingen über Vourliotes nach Pnaka. Der vierte Besuch in diesem Urlaub hier – immer wieder schön und lecker.

08.09.2016 Vigla, Bürgerkriegsdenkmal und Marathokampos

Um 6:25 Uhr, noch vor Sonnenaufgang sind wir in Votsalakia los gelaufen.

Erst die Schotterstraße hoch bis zum Kalderimianfang, dann zum Evangelistra-Kloster auf ca. 650 m über dem Meer.

Nach kurzer Rast ging es weiter zum anstrengenden Teilstück bis zur Prof. Ilias Kapelle, die leider komplett durch eine Ziegenherde und ihre üblichen Hinterlassenschaften besetzt war. Etwas zu essen viel dort nicht nur wegen der vorherigen Anstrengung schwer.

Die letzte Etappe auf die Vigla ist nicht zu unterschätzen, da in nur 1,7 km Wegstrecke nochmal ca. 300 Höhenmeter zu überwinden sind, wie auf dem folgenden Bild zu erahnen ist.

Oben lockte nicht nur die tolle Aussicht, sondern auch ein Cache.

Ist man schon mal hier, lohnt auf jeden Fall der kurze Abstecher zum Nachbargipfel, da von dort aus die Nordwestküste sichtbar wird.

Wieder unten an der Kapelle muss noch etwas Nahrung und Wasser eingeworfen werden (zum Glück diesmal ohne Ziegen), damit man den anstrengenden aber landschaftlich sehr reizvollen Abstieg zum Bürgerkriegsdenkmal (siehe 06.09.2016) schafft.

Von dort geht der einsame Schotterweg in vielen Schwenks langsam nach Marathokampos hinunter.

In Marathokampos setzten wir uns mit einer gekühlten Limo aus einem Supermarkt auf eine Bank und schauten dem geschäftigen Treiben etwas zu, bevor wir uns zum letzten Abschnitt aufrafften. Der Fußweg nach Votsalakia führt bei zwei Köhlern vorbei in ca. einer Stunde auf die Hauptstraße in Votsalakia. Kurz vor dem Ort kann man noch einen kleinen Weg nach rechts nehmen, um näher am Abzweig zur Pythagorashöhle raus zu kommen. Im Kampos-Grill füllten wir dann noch etwas unsere Mägen. Alles in allem fast 27 km Strecke mit über 1700 Metern Aufstieg, da man zwischendurch auch öfters hoch und runter muss. 11,5 Stunden waren wir insgesamt von/bis Votsalakia unterwegs – deutlich schneller als das letzte mal – ein ausgefüllter Tag!

07.09.2016 – Kokkari Kapellenrunde

Am Mittwoch wanderten wir die Tour 33 im Wald oberhalb von Kokkari.

Der Weg war für uns doppelt interessant, da er ein Stück durch das große Brandgebiet von 2010 führt und danach, bei der Prof. Ilias Kapelle, nahe bei der alten Müllkippe, den Ursprung des diesjährigen großen Brandes zeigt.

Die Prof. Ilias Kapelle ist zum Glück gerade so nicht abgebrannt, so dass die Tour 33 ohne Einschränkung machbar ist.

Das Ausmaß des neuen Brandes ist aber enorm – von der Kapelle hat man einen „schönen“ Ausblick darauf.

Was das Feuer nicht schaffte, machen zudem nun tausende Ziegenfüße klein. Wenn es das erste mal richtig schüttet, ist die wenige Erde weggespült. Aber das stört hier ja keinen…

Wieder hinunter geht es auf schönem und aussichtsreichem Weg an ein paar Kapellen vorbei bis zum Kokkari-Kraftwerk.

06.09.2016 – Kakoperato-Pass und schlechter Durchgang

Die Tour 24 fehlte noch in unserem Urlaub.

Heute war Südwind, da hingen einige Wolken in den Bergen herum. Von Kosmadei geht es auf teilweise kleinem (Ziegen-)Pfaden bis zum Brandgebiet von 2010 über das Bürgerkriegsdenkmal am Kakoperato-Pass.

Dort wieder runter, die abgebrannte Schneiße entlang bis zum zwischenzeitlich verlasenen Kloster.

Hier beginnt auch der kleine Ketterpfad bis zur Kapelle beim schlechten Durchgang – An der Steiwand entlang, den „schlechten Durchgang“ bis zur Höhlenkapelle und zurück ist immer wieder ein tolles Erlebnis!

Zurück gings außenrum, ohne Abkürzung, auf der Schotterstraße nach Kosmadei.

Zwischendurch gab es noch eine Abzweigung zu einer Kapelle, mitten im Wald und fast 200m tiefer, die ich nicht ungenutzt lassen konnte, da sie sicher fast keiner kennt…

05.09.2016 – Militärschlucht-Runde

Wiedermal bockt die WordPress-App für Android. So kann ich zur Zeit keine Bilder veröffentlichen. Ich hole das spätestens Zuhause nach.

Gestern wanderten wir durch die Schlucht an der ersten Tankstelle auf der rechten Seite von Pythagorio in Richtung Hora hinter. Zuerst geht man durch ein verlassenes Militägebiet mit einem noch vorhandenen, schrottreifen Gefährt. Deshalb ist das bei uns die Militärschlucht.

Der abwechslungsreiche Weg geht dann an einem Aquäduktrest vorbei zu den beeindruckenden Steinbruch-Höhlen aus denen die Quader für die Pythagorio-Stadtmauer gehauen wurden und schließlich zum Efpalinion-Tunnel Nordausgang.

Dort sieht es, selbst nach den drei Jahren Bauzeit, immer noch schrecklich nach Müllhalde aus. Eine üble Schotter-Buckelpiste führt hin. Keine Ahnung was es soll, den Tunnel jemals zum Durchgang zu öffnen, wenn es am Nordausgang so ausschaut.
Danach kommt man an der ursprünglichen Quelle des Wassers für den Tunnel, in Agiades vorbei und kann dort die Vorräte auffüllen bzw. ein wenig Rast einlegen.

Die nächste Etappe führt zum Kloster Agia Triada mit dem friedlichen Innenhof, welches wir aber die letzten Jahre leider nur noch verschlossen vorgefunden haben.

Anschließend in vielen Sepentinen den Berg hoch bis zu den Windrädern mit der gigantischen Sicht über die Mykale Bucht bis weit in die Türkei.

Danach über eine weitere wilde Müllhalde in die Ausläufer von Pythagorio und in weitem Bogen mit einigen sehenswerten Plätzen und Kapellen, hinauf bis zur Stadtmauer und wieder herunter zum Spiliani-Kloster-Hintereingang. Zum Glück ist dieser Eingang noch möglich!

Dann runter in den Ort und hinein ins Touri-Nachtleben… Doch halt, wir mussten erst noch zum Lidl einkaufen.
Danach noch Gyros, Eis und Limonade im Ort, Abstecher zum Spielplatz und auf zur langen Rückfahrt.

04.09.2016 – Tsourlei – Nikoloudes – Kosmadei – Megalo und Mikro Seitani

Tour 2, nur etwas anders…
Es ging wieder mal die schöne Potamischlucht hinter, den kleinen Pfad vor den Wasserfällen hoch auf die Schotterstraße nach Tsourlei, den Wasserrinnenweg nach Nikoloudes zur großen Platane, dann noch einige Abkürzungen der Straße folgend, bis kurz vor Kosmadei ein Schild zum Megalo Seitani kommt.

So ist die reine Lehre… diesmal wollten wir aber schlauer sein und wieder mal eine in OpenStreetMap eingezeichnete Abkürzung laufen. Die ersten Meter auf dem Pfad gingen dann auch ganz gut, da er auch zu diversen Olivenhainen genutzt wird. Schnell mussten wir uns aber durch den Stacheldraht kämpfen und schließlich war es ohne Werkzeug ganz vorbei. Schade nur, dass wir schon einige Höhenmeter gemacht hatten, die wir nun wieder nach oben durften.

Entsprechend schlecht war auch die Stimmung. Den eigentlich schönen Abstieg zum Megalo Seitani konnten wir dann mit dem ganzen Groll im Magen gar nicht mehr richtig geniesen.
Unten angekommen lag der große Strand aufgrund der späten Stunde fast alleine vor uns.

Das Wasser stellte sich durch die Wetterlage als sehr erfrischend dar, das kam für meine nach den Bienenstichen vom Vortag sehr stark geschwollene Hand ganz gut.

Bis zum Sonnenuntergang wars nicht mehr lang hin, so dass wir dann am Mikro Seitani erst fast im Finstern ankamen.

Den letzten Abschnitt nach Potami kennen wir zum Glück wie den Weg vom Schlafzimmer zum Klo, so dass es mit den mitgebrachten Taschenlampen kein Problem war.
Da Kerstin anschließend noch nach Karlovasis zum Einkaufen gefahren ist, gab es einen kurz-vor-Mitternacht-Snack am Potamistrand…

03.09.2016 – Höhlenkapellen hoch über Kalithea – Isodoro und Varsamos

In der deutschen Tageszeitung mit den großen Buchstaben könnte der Titel heute auch lauten „Angriff der Killerbienen“ – ich hatte mir diesen Titel hier tatsächlch sehr kurz überlegt 😉 – aber in Anbetracht der vielfältigen Wanderung würde das zu sehr verkürzen…
Wieder mal „viel zu spät“ gings in Kalithea los. Der Weg durch den Ort war aufgrund der heute fehlenden zähnefletschenden Kettenhunde viel entspannter, aber schon wieder etwas anders als das letzte Mal, so dass ich ihn gleich dreimal gelaufen bin, weil ich am Auto vergessen hatte den GPS-Logger zu starten ;).

Der Tour 26 folgend gings zuerst die von weitem schier unüberwindliche Klippe hoch.

Oben wartet dann bald die schön gelegene Ag. Pandeleimon Kapelle für die erste Rast.

Dann gehts hoch zum Verbindungsschotterweg von Drakai nach Kalithea und weiter, erst mal in die falsche Richtung zur Ekatherini Kapelle mit der Frischwasserquelle und den alten Platanen.

Auf diesem Wegabschnitt ist es dann passiert – gerade diesen mussten wir ja auch wieder zurück. Keine Ahnung warum, hatten wir doch bisher sehr wenig Ärger mit den häufig anzutrefenden Bienen und Hornissen. Ein Schwarm Bienen fiel plötzlich und ohne Vorwarnung über uns drei her. Ich habe nach den ersten Stichen erst mal allen Balast von mir geworfen und bin nur noch gerannt. Jakob hat alle erschlagen, zum Glück ohne gestochen zu werden und Kerstin hatte Pech im Kampf, da sie das verstreute Hab und Gut auch noch einsammeln musste….
Irgendwann waren alle Feinde tod, oder liesen ab von uns, so dass wir der tapfer weiter kämpfenden Kerstin zu Hilfe kommen konnten. Das Ergebnis waren bei mir eine Klumphand und ein ebenso dicker Hals und bei Kerstin etliche Stiche am Kopf. Zum Glück ist niemand von uns wirklich schlimm alergisch auf Bienen, außer dass ich recht gut anschwelle bei allen Insektenstichen. So gings dann erst mal zur Rast bei den Höhlenkapellen.

Dort oben haben wir dann auch die ersten Herbstboten gesehen.

Der Rückweg war dann immer in Erwartung eines erneuten Angriffs, der jedoch bis zum Abzweig zur Pandeleimon-Kapelle und den restichen Tag ausblieb.

Ich finde ja die Schotterstrecke nach Drakai sehr ätzend, umso erfreulicher, dass eine von uns schon Jahre gesuchte Abkürzung, die seit ca. 1,5 Jahren bei OpenStreetMap als gelbe, gestrichelte Linie aufgetaucht ist, sehr gut zu laufen geht und uns damit eine willkommene Abwechslung anstatt der endlosen Sepentinen bot.

Tolle Arbeit wurde hier geleistet. So war die restliche Strecke nach Drakai schnell gemeistert, dort das entsprechende, zuckerhaltige Aufputschmittel im Mini-Markt besorgt und schon machten wir uns auf den zweiten Abschnitt der Wanderung, erstmal nach Ag. Isodoro zu den Bootsbauern.

Danach noch über den kleinen Hubbel zum idyllischen Strand Varsamos inkl. der ehemaligen Taverne mit ebenfalls ehemaligen Übernachtungsmöglichkeiten.

Hier lässt sich prima der Sonnenuntergang verbringen.

Danach ist der Aufstieg nach Kalithea auch im Finstern zu bewältigen. Abwechselnd gibt es dabei eine grandiose Aussicht auf das Kerkismassiv oder die Westküste mit den angrenznden Inselchen.

02.09.2016 – Tsopela (Tour 25)

Heute war es eigentlich nicht so warm und eigentlich hat der recht starke Nordwind auch die hohe Sonneneinstrahlung vom blitzeblauen Himmel recht erträglich gemacht.
EIGENTLICH…
Wir haben es aber geschafft uns trotzdem wie ein Hähnchen auf dem Grill zu fühlen, da wir uns die heißeste Ecke für heute aussuchten. Vom Nordwind waren wir im äußersten Süden nahezu vollstndig abgeschirmt und die meist schattenlosen Schotterwege trugen das übrige bei. Zumindest der Hinweg auf unserer Wanderung nach Tsopela war trotz der schönen Aussicht auf das Kerkis-Massiv und Samiopoula sowie der extrem häufigen Kapellen eine Tortur, die man sich besser im Frühjar und Herbst antun sollte…

Hinwärts gehen wir in Küstenähe und statten jedesmal dieser interessanten aber schon recht heruntergekommenen Kapelle einen Besuch ab. Leider ist sie jedesmal verschlossen und wird im Inneren seit längerer Zeit nur noch als Lagerraum benutzt.

Die „Praktiker“ Umzugskartons und der alte Geländewagen mit Münchener Autokennzeichen lassen auf einen früheren Besiedlungsversuch für den Altersruhesitz tippen. Aufgrund der isolierten Lage und der sehr schlechten Schotterwege ein denkbar schlechter Platz für ein solches Vorhaben. – aber egal, vielleicht war die Geschichte ja auch eine ganz andere…

Irgendwann vergisst man beim Laufen die Hitze, denn die hübsche Bucht Tsopela kommt in Sicht:

Leider geht es von da an in weitem Bogen, noch recht lange nach unten und jeder Jeep und jedes Quad, das an einem vorbeibraust oder in der Bucht sichtbar wird, lässt den Ärger über so viel Konsum- und Erlebnisgier ohne eigenes Zutun der mehrzahl der Touris immer größer werden. Zum Glück war wenigstens kein Ausflugsboot da, sondern nur eine organisierte Jeeptour mit zwei handvoll deutscher (oder östereichischer) Rentner… auch schön.

Wie immer ging die Zeit beim Planschen und Schwimmen viel zu schnell vorbei und so sind wir erst um 18 Uhr für unseren Rückweg aufgebrochen.
Diesen absolvierten wir eine Etage höher und kamen deshalb noch an einer sehr hübschen Kapelle, die offensichtlich einmal Teil eines kleinen Klosters war vorbei. Besonders zum Sonnenuntergang ist das ein hervorragender Ort für eine letzte Rast, vor dem letzten Wegstück und der spannenden Autofahrt über Spartharei.

Zu warm war der Rückweg nicht mehr, aber teilweise immer noch windstill. Beim Abendessen in Pirgos haben wir dann erstmal in diesem Urlaub sogar unsere Pullis angezogen – wir Weicheier ;).

01.09.2016 – Der wilde Westen

Die Tour 23 stand heute auf unserem Programm – einer der vielen Fixpunkte in unseren Samoswandertagen.
An der bekannten Parkbucht zwischen der Abzweigung nach Plaka und Kalithea wurde das Auto deponiert, die Familie schon mal zum Aussichtspunkt „501“ auf 260 m über dem Meer gebracht um den dort versteckten Cache zu suchen, und schon gings los…

Von Kalithea erst mal an der auffälligen Panayia Evangelistra vorbei zur außen schlichten Haralambos-Kapelle mit den tollen Fresken.

Danach genau den Track folgend, immer weiter hinunter zur Küste. Die kleinen Pfade sind in den letzten 3 Jahren stark zugewachsen und so ein Ginster oder ein Steineichenbusch ist stur und weicht keinen Millimeter zur Seite wenn man durch will. Der Weg war heute wirklich sehr spannend, aber dank langer Hosen, Track und Mut zu Kratzern und Wunden war es zu schaffen. Diesen Mut haben aber leider nicht alle Wanderfreunde, wenn ich die Zuschriften so lese ;-).

Unten in der Katsouni-Bucht wartet wunderbar kühles Wasser tolle Kiesel und ein Kletterparadies für Kinder auf den erschöpften Wanderer.

Danach folgt ein schweißtreibender Aufstieg bis gefühlt, fast hoch zur Straße und der nachfolgende Abstieg zur Fangri-Bucht.

Dort gibt es von Anemonen, Seesternen, Wasserschnecken, Seeigeln, Krebsen und weiterem Wassergetier so viel zu suchen und zu bestaunen, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Hier eine Auswahl unserer nicht mehr lebenden „Schätze“:

Nun nur noch ein paar Kilometer über den Hubbel zur Plaka-Bucht mit den netten Ferienhäusern.

In Plaka kann man den Sonnenuntergang über dem Meer bewundern und sich vor dem Aufstieb zur Straße noch etwas erholen. Der Aufstieg und die nachfolgenden ca. 1,4 km Straße sind dann in der Dämmerung und im Dunkeln schnell vorbei, da die Aussicht ablenkt und kaum ein Auto um diese Uhrzeit stört.